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 Betreff des Beitrags: dringendes Anliegen
BeitragVerfasst: 17.01.2005, 15:05 
Hi ihr Lieben,

habt mir ja schon öfter Auskunft erteilt... daher wende ich mich nochmal an euch.
Wie ihr ja wisst, haben wir Staubläusw... mal mehr, mal weniger...
Zur Zeit geht es wieder ganz gut.
Nur selten mal eine.
Aber: Der Hausherr hier hat nun bei der Sickerung aufgegraben und festgestellt, dass die Regenabflussrohre total durchgerostet waren (und das schon seit 2-3 Jahren), nun wurden Plastikrohre eingesetzt...
Die Feuchtigkeit ist dadurch aber natürlich ja nicht weg.
Was müssen wir noch tun?
Wenn wir im unteren Stock den Putz einen halben Meter abklopfen, einen Dichtemörtel draufgeben und Sanierputz, neue Böden verlegen, reicht das aus??
Könnte das Wasser auch von unten kommen? Wie stell ich das fest? Das Haus ist doch nicht unterkellert.
Ich frag, weil wir evtl. die Möglichkeit hätten im Dez. ein eigenes Haus zu kaufen, aber nicht wissen, was wir tun sollen .Wir zahlen hier nicht viel Miete und haben es bis auf die Feuchtigkeit wirklich sehr schön hier... viel Platz, grosser Garten, schöne Lage usw.
Aber wir haben Angst, hier mit zu investierten, herzurichten und im Endeffekt ist die Bausubstanz vielleicht doch zu schlecht?

Wie können wir weiter vorgehen? Kennt jemand einen Bausachverständigen oder so? Es muss doch Erfahrungsberichte geben, wo jemand Staubläuse zwecks Feuchtigkeit hatte und dies beseitigt wurde...

Gruss und schonmal Danke. Kerstin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19.01.2005, 10:24 
Hallö Kerstin,
also das ist aus der Ferne nicht so ohne weiteres zu beantworten.
Zunächst kann man mal sagen, daß ein undichtes Regenrohr, das
jetzt erneuert wird, auf jeden Fall keine neue Feuchtigkeit in die
Wand einbringt. Der Rest der Wand (aber nur im Bereich des Rohres),
der noch feucht ist durch das eingesickerte Regenwasser, wird auch
von selber trocknen. Spätestens nach einem Sommer ist das alles
vorbei, wenn es nicht noch andere Feuchteursachen gibt.
Nun zu der aufsteigenden Feuchtigkeit:
Du sagst, daß das Haus nicht unterkellert ist. Das muß nicht bedeuten,
daß dadurch Feuchtigkeit aus dem Untergrund aufsteigt. Normalerweise
ist an den Wänden und unter dem Estrich eine Sperrschicht (Teerpappe o.ä.) als Feuchtesperre ausgelegt, die alle darüberliegenden Bauteile
isoliert. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann kann natürlich Feuchte
aus dem Untergrund aufsteigen. Das kann übrigens mehrere Meter in die
Höhe gehen, was bedeutet, daß eine Wand von unten bis oben freucht
werden kann.
Du mußt jetzt noch etwas genauer berichten:
Sind nur Außenwände feucht?
Was ist mit den Innenwänden?
Was ist mit dem Fußboden?
Läuft die Feuchtigkeit gleichmäßig um das Haus herum?
Fürs erste mal genug Fragen.
Ob Du einen Fachmann vor Ort einschalten mußt kann ich
Dir erst sagen, wenn Du mir etwas mehr berichtet hast.
Dieter
PS: Ich bin Architekt und ich kenne mich mit den Problemen gut aus.
Du kannst also vertrauen, daß Dir hier kein Unsinn angedreht wird.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20.01.2005, 13:52 
Hi,

also erstmal danke für deine Antwort...
Ich versuch mal genau die Probleme zu schildern....
Also so richtig feuchte Wände sind es nicht... wenn jemand so reinkommt, der würd das nie merken... dass es feucht ist... man sieht so oberflächlich rel. wenig.
Also: Das Wohnzimmer, Erdgeschoss, da wo die Regenrohre defekt waren... da platzt der Putz hinter den Fussleisten ab... auch an den Innenwänden, nicht nur die Aussenwände...
Es liegt PVC drauf und wenn man den anhebt, müffelt es ganz schön... auch ein wenig Schimmel.
Wie weit der reingeht, ob der nur am Rand ist , keine Ahnung, da müsste ja der ganze Boden raus.
Was noch?
Heizraum: Auch da ist so eine Aussenwand, wo ein Rohr defekt war... da schimmelt es in genau dem Eck, wo das Rohr aussen ist... ansonten keine Probleme, der Raum ist gefliest, keine Feuchtigkeit ersichtlich
Waschraum: Schimmel ums Fenster: es wurde vor 2-3 Jahren ein neues Fenster eingesetzt und ich hatte einen Kondenstrockner drin stehen... evtl. kommt das auch daher... auch gefliest, auch von unten her, offensichtlich nix feucht.
der Flur: auch PVC, auch da bröckelt an manchen Stellen hinter den Leisten der Putz (sind aber alles Innenwände)
Küche: Laminat ... keine Probleme... zumindest seh ich nix.
Eingang: da hatten wir das Problem mit herunterfallendem Putz, aber es wurde neu verputzt und gefliest, seitdem Ruhe.
WC: kein Problem
Garage: liegt an der anderen Hausseite (gegenüber von da, wo das Regenrohr kaputt war... )... da war aber auch ein altes Rohr im Boden am Haus entlang, aber ich weiss nicht, ob das defekt war... jedenfalls haben sie uns da eine zweite Garage (Holz) drangebaut und im Zuge dessen die Rohre erneuert...
Ach ja: Vorratsraum, der liegt neben dem Waschraum, auch unterirdisch...
Die Rückwand ist eine Aussenwand und da schimmelt es vom Boder her, Farbe platzt teilweise weg.
Aber: Da ist ein altes Fenster drin, mit so Gitter, da regnet es manchmal rein, wenn es wie aus Kübeln und genau aus der Richtung schüttet. Hab das einmal beobachtet, dass da das Wasser vom Fensterbrett nach unten lief... Vielleicht kommt also auch da die Feuchte her.
Das staut sich dann ja auch vielleicht.
Sämtliche oberen Zimmer sind eigentlich trocken... obwohl auch da immer wieder STaubläuse auftreten... nur im Jungszimmer nicht, das wurde erst vor 1 Jahr gebaut, isoliert usw. liegt über der Garage...
Geschimmelt hat es oben aber auch schon... als wir die neuen Fenster bekommen hatten. Hab das mit 3 Produkten von Getifix behandelt und seitdem sieht man da auch nix mehr... es platzt auch nirgendwo Putz ab oder so.

Gruss kerstin... und vielen Dank.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.01.2005, 11:04 
HI,

so, nun kann ich noch was aktuelles hinzufügen... unser Vermieter war gestern da. Er meint, sie wollen nun noch hinten aufgraben, da wo das Haus in der Erde steht und schauen, ob da was ist...
Und: sie wollen unten eine Fussbodenheizung einbauen, damit könne der evtl. aufsteigenden Feuchte entgegengewirkt werden...?
Ausserdem alten Putz eben runter und Sanierputz, unter dem Boden Schutzanstrich und Fussbodenheizung und neue Böden.
Haben sich auch wg. der Chromstahlplatten erkundigt, aber das sei zu teuer, ausserdem werde das nur an der Stelle gemacht, wo das Haus eben über der Erde ist, somit wär die Rückseite ja weiterhin feucht...
Ich kenn dann nur noch das Injektionsverfahren und hab überlegt, wenn die da eh alles rumreissen, dass wir das zusätzlich dann selbt machen könnten, da gibt es ja so Sets mit Erklärungen, wie und wo man die Löcher bohrt. usw.

Bin schon gespannt auf deine Antwort.
Gruss Kerstin.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 24.01.2005, 09:56 
Hallo Kerstin,
also das hört sich relativ gut an.
Wenn an dem Hang, wo das Haus im Boden steckt, aufgegraben wird,
dann sollte man dort natürlich außen isolieren und auch unbedingt eine
sog. Drainage (Siebrohre, die die Feuchtigkeit aufnehmen und ableiten)
einlegen.
Die Außenwände, die an den Stellen feucht sind, wo Regenrohre undicht
sind, werden sicher austrocknen, wenn die Rohre abgedichtet sind.
Ansonsten sind alle anderen Vorschläge natürlich keine 100%igen
Lösungen, da die Fußbodenheizung zwar zur Trocknung der feuchten
Böden beiträgt, aber man nicht abschätzen kann, ob die Menge an
verdunstender Feuchtigkeit größer ist, als die Menge an Feuchtigkeit, die
von unten aus dem Erdreich nachkommt. Besser wird das Ganze aber
sicher.
Noch etwas zu den Feuchtestellen in den Abstellräumen und im Bereich
der neuen Fenster: In Abstellräumen wird erfahrungsgemäß viel zu
wenig gelüftet. Und Schimmel in Verbindung mit neuen Fenstern ist meistens auch ein Zeichen für hohe Luftfeuchte, die durch die neuen,
dichteren Fenster hervorgerufen wird. Die Fenster sind einfach zu dicht
und es kann kein Luftaustausch mehr stattfinden.
Das A und O ist also Lüften, Lüften und nochmal Lüften. Besser ist nur
noch, noch mehr Lüften! Kapiert?
Übrigens Schimmel ist relativ leicht zu bekämpfen und er wird auch nicht
mehr auftreten, wenn die Wände ausgetrocknet sind.
Noch etwas zu den Absperrmaßnahmen auf dem Fußboden bzw. von innen: Das mußt Du sehr kritisch angehen. Unter der FB-Heizung muß das
wohl sein und ist auch O.K., aber sonst haben Sperrmaßnahmen von innen
oft den Nachteil, daß zwar an den Stellen, an denen die Bauteile abgesperrt sind, nichts mehr durchkommt. Das kann dann allerdings wirken wie ein Stauwehr. Die Feuchtigkeit sammelt sich an, steigt noch
weiter auf und kann dann an ganz anderer Stelle austreten ("der Stausee
läuft quasi über"). Also kritisch beobachten und vorher lange nachdenken!

Alles Gute
Dieter


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25.01.2005, 00:05 
HI,

danke für deine vielversprechende Antwort... das würd also heissen, einfach den Schimmel behandeln, neu streichen, neue Böden und aussen abdichten, Drainage, oder?
ABER: Wir haben mit einem gesprochen, der hier vor 10 Jahren gewohnt hat und der hatte dieselben Probleme, hat das Wohnzimmer damals komplett saniert.
Auch die Rückwand hatte immer wieder Schimmel, obwohl damals noch die alten Fenster drin waren.
Nun haben wir den Mann ausfindig gemacht, der an dem Bau des Hauses beteiligt war und er hat uns erzählt, dass sehr billig gebaut wurde, u.a. die Betonsteine selbst gegossen wurden (ohne Hohlräume) und dass das wohl nie richtig trocken wird...??
Tja, was nun?

Gruss Kerstin.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.01.2005, 11:51 
Hallo Kerstin,
die neuen Einzelheiten sind jetzt wieder nicht so toll.
Vermutlich handelt es sich bei den gegossenen Betonsteinen um das
Mauerwerk, das gegen den Hang hin verwendet wurde. Ich gehe jetzt
mal davon aus, daß die angekündigte Sanierung (Isolierung) dort nicht
von innen, sondern von außen erfolgt. Dann kann man die Wand dicht
bekommen. Voraussetzung ist, daß der Verputz auf den Steinen außen o.k. ist. Dann wird man die Oberfläche mit einem Bitumenanstrich o.ä. versehen und sicher auch eine Drainage einlegen.
Damit wäre die Wand von außen saniert. Jetzt kommt aber noch die
aufsteigende Feuchtigkeit. Diese kommt aus dem Boden und steigt in
der Wand auf. Im Idealfall fällt hier weniger Feuchtigkeit an, als jeweils
durch Austrocknung wieder abgegeben wird. Das müßte man
messen. Du kannst ja mal ein Hygrometer (ist nicht teuer z.B. bei eBay)
kaufen. Damit sollte man über längere Zeit nach einer Sanierung eine
Tabelle führen (Luftfeuchte morgens, abends, nach dem Heizen usw.).
Dann kann man etwa abschätzen, ob das Problem der nachkommenden
Feuchtigkeit durch Lüften und Heizen beherrschbar ist.
Nun noch zum Schimmel: Der ist relativ leicht bekämpfbar aber natürlich
kommen die Schimmelpilze immer wieder, wenn man die ihnen genehme Feuchtigkeit nicht in den Griff bekommt.
Die aufsteigende Feuchtigkeit in der Wand kann man sicherlich durch
Injektion in die Wand ( mit Kieselsäure o.ä.) bekämpfen. Dabei ist das
einzige Problem, daß man wirklich ein Gerät hat, das ausreichend Druck
erzeugen kann, um sicher zu gehen, daß das Mittel auch ausreichend
tief in die Wand eindringt und verteilt wird. Ob das so einfach in Eigen-
leistung möglich ist, kann ich mir nicht vorstellen. Es gehört wohl auch
Erfahrung dazu.
Damit ist aber noch nicht das Problem im Fußboden behoben. Wie bei
meinem ersten Posting erwähnt kann das Absperren hier auch negative
Folgen haben (Stichwort Stausee).
Es gibt noch andere Möglichkeiten Mauerfeuchtigkeit zu bekämpfen.
Laß dich doch mal von verschiedenen Fachleuten in deiner Gegend
beraten und hör vor allem gut zu und vergleich dann mal und frag natürlich auch, welche Garantien die dann geben.
Nur abschließend noch ein Tip. Ich habe ein paar mal die Erfahrung gemacht, daß feuchte Wände recht erfolgreich durch Anlegen von
elektrischen Niedervoltspannungen getrocknet wurden. Ich will das hier
jetzt nicht in allen Details ausbreiten. Aber der Vorteil ist natürlich, daß
man relativ wenig Rohbauarbeit hat und die Kosten hierfür auch ent-
sprechend niedrig sind. Der Stromverbrauch ist minimal. Jetzt müßtest
du noch mal nachfragen, ob man diese "Elektroosmose" auch auf den
Fußboden ausdehnen kann. Im Prinzip müßte das möglich sein, ich habe
aber leider keine Erfahrung in dieser Richtung. Frag also mal einen Fach-
mann und frag auch nach den Kosten.
Viel Glück
Dieter


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.01.2005, 15:13 
Hi,

heute bin ich leider ziemlich down... waren in einem Baumarkt, mal erkundigen, was man so machen kann, einfach ein paar Meinungen einholen. Haben dem lediglich das Wohnzimmerproblem beschrieben und das mit den Regenrohren... da meinte er, wir sollen das Haus abreissen, weil man das nie richtig trocken bekommt :-((
Ich könnt heut echt heulen....
Sämtliche Überlegungen führen zu gar nichts.
Wir können hier bleiben und sanieren, haben jede Menge Arbeit und Kosten und keine Garantie, dass es tatsächlich hilft.
Wir könnten wo anders mieten, aber find da mal was (wir haben 4 Kinder und bräuchten dementsprechend was grösseres, auch mit Garten usw.)...
Im Dez. könnten wir auch kaufen, aber: erstens weiss ich nicht, ob ich es hier noch so lange aushalten mag... (der Typ heute im Baumarkt meinte sogar, ich solle unsere Kleine (sie wird 2) nicht ins Wohnzimmer lassen, weil Schimmel tödlich sein kann !!!!!) bzw. zweitens, wenn dann an dem eigenen Haus mal was ist (hier war ja auch 6 Jahre alles in Ordnung), dann haben wir damit die Kosten.... und den Ärger, da kann man nicht einfach wegziehen.

Was deine Überlegungen angeht: Ja, diese Betonsteine wurden hinten verwendet und es ist uns eben gesagt worden, dass sehr billig gebaut wurde...

Das mit der Elektrosache hab ich auch schon gehört... sind so Geräte, die aufgehängt werden im Haus und die Fliessrichtung des Wassers ändern... oder so..
Kostet für unser Haus 5000 Euro, dauert 2 Jahre, bis es trocken ist und dann muss ja trotzdem noch der Schimmel weg und neue Böden verlegt werden usw... Putz erneuert...
Ich weiss echt nicht, was wir tun sollen.

Gruss Kerstin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.01.2005, 10:19 
Hallo Kerstin,
also hier ein wenig Trost:
Es gibt zwar Arten von Schimmel, die Krebs erregen können, das sind aber nur einige. Sehr viele Schimmelarten sind nicht gefährlich. Welche
Arten bei Euch anliegen, kann nur ein Fachmann feststellen.
Aber, Schimmelsporen sind reichlich überall in der Luft vorhanden. Jeder
Mensch atmet täglich unendlich viele Sporen ein und wenn eine bestimmte
Menge nicht überschritten wird, dann passiert da ja auch nichts.
Jetzt kommt es darauf an, die Feuchtigkeit soweit zurückzudrängen, daß
der Schimmel eben nur möglichst wenig "Nistfläche" vorfindet. Außerdem
kann der Schimmel bekämpft werden.
Hier eine kleine Abhandlung über Alkohol zur Bekämpfung von Pilzen
(auch Schimmelpilzen). Du hast sicher schon mal beobachtet, daß jeder
Wein immer denselben Gehalt an Alkohol hat. Stärker als 12,5% gibt es
nicht, jedenfalls nicht aus normaler Vergärung. D.h. bei diesem Alkohol-
gehalt bricht im Faß die Vergärung ab, weil dann die Hefepilze (Pilze!!)
absterben. Und genau so ähnlich kann man Schimmelpilze harmlos mit
Alkohol bekämpfen. Frag da doch mal einen Fachmann. Der Alkohol
dringt in die Wände ein, danach verdunstet er vollkommen, hinterläßt
kein Gift, und die Pilzsporen sind abgetötet.
Jetzt mußt Du nochmal mit den Fachleuten wg. der Elektroosmose reden.
Ob die damit evtl. auch bis in den Fußboden einwirken können, dann ist
das Problem auch gelöst. Und dann kann auch noch nach Sanierung der
Regenrohre kein Wasser von oben her nachkommen.
Eigendlich müßte damit alles geschafft sein.
Das würde ich jetzt so optimistisch angehen. Vor allem auch deshalb
weil Du ja schreibst, daß vorher 6 Jahre alles in Ordnung war.
Wenn die danach eingetretenen Störungen beseitigt sind, warum soll es
dann anders sein als zuvor.
Also Kopf hoch, Ärmel aufgekrempelt und durch.
Das klappt so.
Dieter


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.02.2005, 15:40 
Hallo, hier noch ein Nachtrag zur Schimmelbekämpfung:
Ich habe in einem anderen Zusammenhang gelesen, daß eine
Bekämpfung mit 70%igem Alkohol sehr erfolgreich durchgeführt
wurde. Das kann schon sein, daß man höher %ig arbeitet, da
der Alkohol, wenn er in eine feuchte Wand eindringt, dort ja
erst mal durch die vorhandene Feuchtigkeit verdünnt wird.
Ich denke, man kann auch Spritus nehmen. Allerdings muß man
natürlich wissen, daß die Dämpfe von Alkohol feuergefährlich
sind und bei Spiritus weiß ich nicht genau, ob die Dämpfe so einfach
eingeatmet werden dürfen. Bekannt ist ja, daß man Spritus zumindest
nicht trinken soll. Das kann einem aber jeder Apotheker sagen.
Viel Erfolg,
Dieter


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.02.2005, 23:36 
Hi,

danke für deine aufmunternden Worte...
Also es war ja einer hier, der hat überall gemessen, hatte ich in einem anderen Beitrag geschrieben...
Es ist nicht feucht. Nur in der Garage und die eine Wand im Flur (das ist dieselbe wie die Garagenwand). Das wird nun trockengelegt. Ansonsten sollen wir den Schimmel wegmachen, d.h. mit Alkohol entfernen, neu streichen... Wohnzimmerfussboden raus.
Das wärs erstmal.
Ich hoffe ja, dass das den gewünschten Erfolg bringt.
Heut bin ich noch auf eine weitere Möglichkeit gekommen, wo die Feuchtigkeit hergekommen sein könnte.
Die Heizkörper haben fast im ganzen Haus getropft, so dass da immer ein kleine Pfütze stand. Das wurde lange Zeit nicht repariert. Nun haben wir aber seit etwa 1/2 Jahr neue Heizkörper. Aber natürlich ist das Wasser da unter die Böden (zumindest ziemlich sicher in 2-3 Zimmer).
Werden also nun mal anfangen, hoffen, dass die Viecher dann verschwinden und wir endlich das Wohnen hier wieder geniessen können.
Gruss Kerstin.


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 Betreff des Beitrags: Hilfe!SOS
BeitragVerfasst: 27.01.2007, 13:25 
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Registriert: 27.01.2007, 13:13
Beiträge: 3
ALso wir brauchen eure Hilfe; denn bei uns ist fast in jedem Zimmer (z.b. Fenster und oben an den ecken) SCHIMMEL.
Hat einer einen sehr hilfreichen Tipp,versuche alles
DANKE


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27.01.2007, 13:55 
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Beiträge: 50
Hallo Hamsa,

beschreibe doch erstmal genau Deine Wohnverhältnisse.

Wohnung im Mehrfamilienhaus, welche Etage?
Schimmel nur an Außenwänden?
Luftfeuchtigkeit und Temperatur in den Zimmern?
Lüftungsverhalten (wie oft, wie lange)
Wie alt ist die Wohnung / das Haus?
Aus welchem Material sind die Wände (Ziegelsteine, Beton, etc.)?
Wie sind die Außenwände isoliert?
Zur Miete oder Eigentum?

Grüße

Rainer


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BeitragVerfasst: 27.01.2007, 14:42 
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Registriert: 27.01.2007, 13:13
Beiträge: 3
Hallo Rainer

Ich wohne in der ersten etage in einem Mehrfamilienhaus,
der schimmel ist so weit ich seh nur an den Aussenwände.
Wir lüften ein mal am tag an den wänden ist es kalt wenn dran fühlt.
Die wände sind ausBeton und an den wänden sind Tappeten.
Die wohnung gehört meinen Eltern und ist keine eigentums wohnung.

Grüße Hamsa


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27.01.2007, 15:25 
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Beiträge: 50
Hallo Hamsa,

dann gehe ich mal davon aus Ihr seid zur Miete in der Wohnung!

Bei Schimmelbefall müsst Ihr auf alle Fälle den Vermieter informieren, denn er hat die Pflicht etwas dagegen zu unternehmen (voraugesetzt Ihr habt den Schimme nicht grob fahrlässig herbeigeführt)!
Sollte der Vermieter nichts unternehmen, dann käme sogar eine Mietminderung in Frage.

Ein mal am Tag lüften kommt mir allerdings sehr wenig vor!
Besser wäre es z.B. ca. drei mal am Tag auf Durchzug zu lüften, jeweils für ca. 5 Minuten.
Zu langes Lüften kühlt die Wände stark aus und begünstigt die Schimmelbildung!
Auch solltet Ihr gut heizen, in allen Zimmern (min 21 Grad Celsius) und vor allem auf Luftzirkulation achten (Zimmertüren geöffnet halten).
Auch z.B. keine Wäsche zum Trocknen in den Zimmern aufstellen und beim Duschen Fenster auf und Badtüre zu!

Nichts desto trotz ist es erstmal wichtig festzustellen, warum sich Schimmel bildet!
Seid kritisch zu Euch und überprüft Euer Lüftungsverhalten und andere begünstigende Bedingungen.

Um abzuklären, ob bauliche Mängel vorliegen, müsst Ihr gegenüber dem Vermieter darauf bestehen, dass ein Bau- Sachverständiger eingeschaltet werden muss.
Wenn er Mängel an der Bausubstanz feststellt, die "Kältebrücken" verursachen, dann müssen erst diese faqchmännisch! beseitigt werden.
Auch ständig feuchtes Mauerwerk von außen kann eine Ursache sein.
Erst dann kann man sich an die Beseitigung des Schimmels selber machen, dazu müssen die Tapeten runter und evtl. auch der Putz entfernt werden (wenn der Schimmel in ihn eingedrungen ist)!

Zur momentanen Luftfeuchte schreibst Du leider nichts, ist Sie zu hoch, dann ist Schimmel vorprogrammiert.

Also, erst Ursache finden (Baumangel, oder falsches Verhalten), zusammen mit dem Vermieter und einem Fachmann, erst dann kann man an die Schimmelbeseitigung gehen!


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BeitragVerfasst: 27.01.2007, 15:28 
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Achso, zur Isolierung:

Wichtig ist nicht, dass die Wände von innen wärmeisoliert werden, sondern von aussen!


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 Betreff des Beitrags: Dankeschön
BeitragVerfasst: 27.01.2007, 15:37 
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Registriert: 27.01.2007, 13:13
Beiträge: 3
Hi

wollt mich noch bei dir bedanken

Dankeschön Rainer für die informative Aufklärung


Gruss hamsa


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27.01.2007, 15:40 
Offline

Registriert: 26.10.2006, 18:11
Beiträge: 50
Bitteschön!
Und viel Glück und Erfolg bei der Beseitigung!

Gruß

Rainer


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