Tach...
engel20 hat geschrieben:
auf meine Frage ,ob er mit einem" Langzeitmittel" bekämpft.meinte er,mit so einem Gift würde er nicht arbeiten ,das wäre für Menschen sehr gesundheitsschädlich.
Es ist nicht die Wirkungsdauer, welche ein insektizid gesundheitsschädlich werden lassen kann, sondern die Substanz als solche, insbesondere bei unsachgemäßer Anwendung. Würde er ein Langzeitmittel nehmen und es gezielt im Spotverfahren ausbringen, aknn nichts geschehen, zumal die Mittel, welche in der Fachwelt als "Standart" gelten, keinen Dampfdruck haben und somit nicht in die Raumluft über gehen.
Nicht-Langzeitmittel haben gleiche Wirkstoffe, zumindest die, welche man bei Bettwanzen anwenden sollte. Es gibt im groben drei Kategorien bzgl. Wirkungszeiträume:
Langzeitmittel = ab 2 Wochen aufwärts
Kurzzeitmittel = bis 2 Wochen und
Pyrethrum / Dichlorvos = max 1-2 Tage / ein paar Stunden.
Je kürzer die Wirkungsdauer, je wirkungsloser ist eine Behandlung, es sei denn, er kommt in etwa zum Zeitpunkt wieder, wenn das Mittel, laut Herstellerangaben seine Wirksamkeit verloren hat.
Das wäre zumeist Unsinn und triebe nur die Kosten in die Höhe.
engel20 hat geschrieben:
nach seinem Mittel müßten wir für eine Stunde das Zimmer verlassen
Da er sprüht, wobei er sicher Spritzen meint, ist das zwar nicht unbedingt falsch, allerdings auch nicht besonders erforderlich, da man bei Bettwanzen eh nur (sagte ich schon) im Spotverfahren Mittel ausbringt, also gezielt in alle Ecken, Kanten und Ritzen und NICHT flächendeckend (warum auch, ich brauch keine Teppich- oder andere Fläche nass machen, wo sich eh keine Wanze sehen lässt.
1 Stunde nicht betreten bedeutet in der SBK zumeist, dass der flüssige Belag beim Betreten NICHT herausgetragen werden soll, bis er abgetrocknet ist.
engel20 hat geschrieben:
Auf meine Frage ,ob er vernebeln würde,meinte er,nein er würde sprühen.
Fast gut, er sollte spritzen, nicht sprühen. Das ist ein erheblicher Unterschied, nähme man seine Arbeit genau. Sprühen ist ein Ding zwischen Nebeln und Spritzen (Tröpfchengröße)
engel20 hat geschrieben:
die behandlung müsse denn in 3 Wochen und dann noch mal in 3 Wochen wiederholt werden.Meine Fragen:hört sich doch alles sehr nach vernebeln an,oder?
Wenn er sagt, er nebelt nicht, wird er das wohl auch nicht tun. Der Abstand ist zu kurz, sofern er gleich beim ersten Mal alle erdenklich potenziellen Verstecke erfasst.
Nähme er tatsächlich KEIN Langzeitmittel, also eins, welches max. 2 Wochen wirkt, müsste er tatsächlich dann wieder kommen. Das wäre aber, wie man so schon sagt, kontraproduktiv.
engel20 hat geschrieben:
Ich hab hier sooooo viel gelesen und wirklich Angst ,an einem nicht so guten Kammerjäger geraten zu sein und somit auch Angst die Viecher nicht los zu werden.
Ist in vielen Fällen berechtigt.
Daher lass dir ab dem Tag, wo er das erste Mal aufkreuzt, Unterlagen geben, wo steht, von welchem Mittel er wieviel, mit welchem Wirkstoff in welchen Konzentration was wie oft (Anzahl der Behandlungen) gemacht hat oder noch zu machen gedenkt.
engel20 hat geschrieben:
Ausserdem natürlich auch Angst ,dass die anderen Zimmer befallen werden ,was bis jetzt wohl noch nicht ist.
Dann sei froh.
engel20 hat geschrieben:
Gelesen hab ich auch ,dass die Tiere sich ,wenn sie in diesem Zimmer keinen Wirt mehr finden, sich auf den Weg und die Suche nach einem machen.
Nicht sofort. B-Wanzen pflegen für eine längere Zeit in ihren aktuellen Verstecken zu verweilen, auch wenn ein längerer Zeitraum ohne Wirt verstreicht. Ich hatte einen Fall (siehe Fotos auf meiner Homepage), da waren hunderte in einem Zimmer und nicht eine Einzige in Nachbarzimmer.
engel20 hat geschrieben:
Nützt es was,wenn wir alle Ritzen und Löcher verkleben?
Ja
engel20 hat geschrieben:
Und so gemein sich dass jetzt anhört,den Hasen im Zimmer lassen?
Ich habe es bisher nicht gehört, dass Bettwanzen an Tieren gefunden wurden. Sofern das Blut eines Karnickels der Wanze bekommt, ist es denkbar, dass sie früher oder später drauf zustreuert und sich gar im Fell versteckt.
Was hindert dich, das Tier raus zu nehmen?
Du kannst es aber auch im Zimmer auf einen Tisch stehen lassen und die Tischbeine mit Klebeband oder Sprühleim aus der Dose absichern (duftes Zeug, da hast sogar du Mühe, deine Hand wieder von los zu bekommen, wenn du mit der ganzen Fläche dran hängst).
Rüdiger
