hollo hat geschrieben:
Aber wenn die überwintern, sollte das Problem dann doch irgendwann aufhören, oder nicht. Was würde ein Profi machen, wenn ich den rufen würde? Etwa die Chemiekeule auspacken? Oder hat ein Profi die Möglichkeit, die Schlupflöcher und "Winterhöhle" zu finden?
Das Problem hört auch auf - wenn alle draussen sind, das kann je nach Witterung bis Ende April dauern.
Was würde ein Profi tun? Wenn es einer ist, der den Namen verdient, würde er versuchen herauszufinden, genau wo die Fliegen einsickern und diese Gebäudebereiche dann für den nächsten Herbst für eine Behandlung vormerken. Falls es machbar ist, würde er ebenfalls versuchen, die Dach- und Wandhohlräume, in denen sich die Fliegen vermutlich im Winter verkriechen, mit einem Langzeitinsektizid zu behandeln - manchmal kann man das, manchmal nicht.
Du darfst nicht vergessen: die "normalen" Winterquartiere solcher Fliegen liegen an Bäumen in und unter der Borke, in Astlöchern usw., wenn ein Loch genügend Platz für eine Fliege bietet, ist es als Winterquartier geeignet.
Zitat:
Aber auch wenn alles für eine überwinternde Fliegenart spricht, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wann die alle reingekommen sein sollen!? Durch's Dach sollte unmöglich sein, da direkt auf der Verschalung eine Folie liegt. Und durch's geklappte Fenster!? Die sind doch so doof, um bei geklapptem Fenster von innen nach außen zu kommen. Sind sie bei reinfliegen intelligenter?
Das "Wann" kann man klar beantworten: im Herbst, also September/Oktober. Und sie FLIEGEN auch nicht rein, sondern laufen. Über Folien usw. musst du dir keine Gedanken machen - die Fliegen sind da, also gibt es ganz offensichtlich eine Möglichkeit, die einer Fliege Platz genug zum durchmarschieren bietet.
Raus wollen sie fliegen - da ist man doch deutlich weniger zielgenau, auch als Fliege. Hat auch damit zu tun, dass sie nicht notwendigerweise dort rauskommen, wo sie reingekommen sind: Im Herbst landen sie auf der Fassade und laufen dann so lange rum, bis sie eine geeignete Stelle finden, um sich für ein paar Wochen zu Ruhe zu setzen. Wenn es dann warm wird (und das muss nicht durch Sonne sein, Heizung funktioniert auch) wachen sie auf und laufen dort hin, wo es warm ist ... sobald sie Platz genug haben, fliegen sie. Wenn das in einem Innenraum ist, dauert es eine Weile, bis sie das begriffen haben. Nur: Zeit haben sie eigentlich nicht mehr, weil die Reserven nur noch zum rausfliegen und Eierlegen reichen.
Zitat:
Was ist eigentlich, wenn alle "ausgeflogen" sind. Dann sollte es doch vorbei sein. Oder kommen die Nachfahren immer wieder in ihre "Heimat" zurück?
Jein. Die Nachfahren kommen sicherlich zurück, nur sind die Winterquartiere eben nicht "Heimat" sondern Mittel zum Zweck. Die Entwicklungsräume liegen ganz woanders und teilweise weit entfernt. Dass ein Haus angeflogen wird, hat einzig mit seiner Lage und seiner Sichtbarkeit zu tun.
Cheers, Uli