Kopflausbekämpfung

 
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Grimmwart



Anmeldungsdatum: 26.06.2006
Beiträge: 218
Wohnort: Berlin/ Steglitz

BeitragVerfasst am: 16.10.2007, 16:12    Titel: Kopflausbekämpfung Antworten mit Zitat

Im Bereich "News zum Thema Schädlingsbekämpfung" hat Wilfried diesen netten Artikel eingestellt:

Heiße Luft gegen Kopfläuse

Die Parasiten loszuwerden ist keine leichte Sache: Meist werden Insektizidhaltige Shampoos oder Gele eingesetzt. Die Eier der Läuse müssen zudem täglich herausgekämmt werden. Doch künftig gibt es den Louse-Buster.

Bislang war viel Aufwand nötig, um die ungeliebten Blutsauger wieder vom Kopf zu bekommen. Aber es geht auch schneller und ganz ohne Chemie: Eine kurze Behandlung mit heißer Luft beseitigt Läuse und ihre Eier effektiv. Das zeigt eine Studie mit 169 befallenen Kindern, bei denen ein neues Gerät, der sogenannte Louse-Buster, erprobt wurde. Ein zusätzlicher Vorteil der neuen Behandlung bestehe darin, dass die Parasiten keine Resistenzen entwickelten, schreiben die Mediziner im Fachblatt "Pediatrics".

"Mit unserer Methode genügt eine 30-minütige Behandlung. Dagegen müssen chemische Mittel im Abstand von ein bis zwei Wochen mehrmals angewendet werden", sagt Dale Clayton von der University of Utah. Der Grund dafür: Die chemischen Verfahren töten die Eier der Läuse nicht ab.

Das von Clayton und seinen Kollegen entwickelte Gerät bläst über einen Schlauch 60 Grad warme Luft durch ein Endstück in Form eines groben Kammes in das Haar. Dabei sterben Läuse und Eier nicht durch die Hitze, sondern sie trocknen aus. "Das Ganze ist weniger heiß als ein Haarföhn, aber der Luftstrom ist doppelt so stark", erklärt Clayton. Ein normaler Haartrockner oder eine Trockenhaube eigne sich daher nicht für eine Selbstbehandlung.

Das neue Verfahren tötete 98 Prozent der Eier und 80 Prozent der geschlüpften Larven. Das reichte aus, um eine weitere Vermehrung der Hautparasiten zu verhindern, wie Kontrolluntersuchungen nach einer Woche zeigten. Der Louse-Buster soll in spätestens zwei Jahren für den Einsatz in Schulen und Kliniken zur Verfügung stehen. Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) wird vor allem in Schulen und Kindergärten bei engem Kontakt der Kinder übertragen. Immer häufiger kommt es vor, dass die chemische Behandlung erfolglos bleibt, da der Parasit gegen das eingesetzte Mittel resistent geworden ist.


Joachim Czichos

Aus www.welt.de Artikel erschienen am 16.01.2007

Mal ganz dumm angefragt: Wenn es die Läuse und Nissen austrocknet, was passiert dann mit meiner Kopfhaut und den dort vorhanden Haarfolikeln?
Es gibt nun wirklich genug "nichtchemische" Mittel, sogenannte Medizin Produkte, die (meist auf physikalischer Basis), eine Kopflausbehandlung (bei richtiger Anwendung) zur einmaligen Sache werden lassen.
Seid nun über 4 Jahren in Folge (mit leider nur minimalen Unterbrechungen - kann keien Kopfläuse mehr sehen :x ) werden bei uns Kopflausmittel auf Tilgung (100% Wirksamkeit gegen alle Stadien) geprüft. Die positiv getesteten Mittel werden in der sog. "Mittelliste" (Bekanntmachung der geprüften und anerkannten Mittel und Verfahren zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen nach § 18 IfsG) des BgVV unter Teilberreich III gelistet!
Diese Liste sollte bei allen Gesundheitsämtern einsehbar sein, bzw. auf der Webside des BgVV oder des Herausgebers des "Bundesgesunheitsblattes".
Mich ärgern wirklich nur diese "inovativen" Geräte, die dann auch noch nur 98% der Nissen und 80 Prozent des Larvenschlupfes abtöten.
Als letzten Bonus wird darauf verwiesen, dass bei so geringen Überlebensraten kein Neubefall statt findet - Lachen
Selbst ein Laie sollte wissen, das Adam und Eva ausreichen um sich zu mehren....
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Uli Lachmuth
Moderator


Anmeldungsdatum: 08.01.2006
Beiträge: 564
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BeitragVerfasst am: 17.10.2007, 09:30    Titel: Antworten mit Zitat

Was bei Kopflausbehandlungen noch dazu kommt: Kopflausbefall gilt in D als Krankheit, damit unterliegen Mittel (und Verfahren?) gegen Kopfläuse der Zulassung als Arzneimittel.

Die üblichen Überlegungen zu Präparateauswahl, wie sie für Biozide unter seriösen Vertretern der Branche normal sind, greifen in diesem Fall also in jedem Fall zu kurz.

Grüsse, Uli

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Grimmwart



Anmeldungsdatum: 26.06.2006
Beiträge: 218
Wohnort: Berlin/ Steglitz

BeitragVerfasst am: 17.10.2007, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Uli,
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, muß ich Dich doch berichtigen.
Der bisherige Standard waren Arzneimittel zu Kopflausbekämpfung, aber seid etwa 3-4 Jahren können auch Medizinprodukte (glaube Kathegorie II) verwendet werden.
Das Problem dabei ist, das die Herstellungskosten und -zeiten für Arzneimittel wesendlich höher liegen als bei Medizinprodukten.
Des weiteren ist die Zulassung als Medizinprodukt eher harmlos zu nennen (was nicht unbedingt gegen die Wirksamkeit/Qualität steht).
Vielleicht erinnerst Du Dich noch an die beiden Vorträge in der Münchener Universität, in denen dieses Thema (einmal von meiner leisen Cheffin Auf den Arm nehmen ) und einem Vetreter der chem.Industrie zu heißen Diskussionen und fast zum offenen Eklat führte?!
Gesagt sei einfach, dass es nun langsam mehr Medizin Produkte zur Koplausbekämpfung in Apotheken gibt, als Arzneimittel - da diese schneller entwickelt, hergestellt und (anscheinend) zugelasen werden können.
Ein wichtiger Punkt ist das MPs immer "Giftfrei" sein müssen also auf nicht chemischer Basis wirken (meist physikalisch, durch ersticken). Nachteil ist, dass oft eine zweit- oder sogar Drittbehandlung in kürzerer Zeitspanne durchgeführt werden muß!
Schlussendlich sollte jeder Betroffene selbst wissen was er am Ende gegen die Plagegeister tut, den selbst der Arzt darf nur beratene Funktion einnehmen. Ich für meinen Teil kann von solchen Aktionen, wie Heißluft am Kopf abraten. Allein der Gedanke, dass meine "normaltemperatur dort Oben (also zwischen Haar und kopfhaut) so um 31-33°C liegt und ich nur mal eben 60°C zum "austrocknen " benutze, sollte doch zu denken geben.
Aber anscheinedn läuft das ja alles unter dem Motto: "Bitte immer schön Giftfrei!"
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Uli Lachmuth
Moderator


Anmeldungsdatum: 08.01.2006
Beiträge: 564
Wohnort: Embrach/Schweiz

BeitragVerfasst am: 17.10.2007, 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Grimmwart hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht erinnerst Du Dich noch an die beiden Vorträge in der Münchener Universität, in denen ...

Wo du recht hast, hast du recht Verlegen

Gruss, Uli

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