Australischer Diebskäfer

 

Ptinus tectus


Etwa um 1900 erst wurde der Australischer Diebskäfer auch Kräuterdieb genannt, nach Europa eingeschleppt. Er ist wahrscheinlich der schädlichste in der Familie der Kräuterdiebe.

Er zählt im Gegensatz zu anderen Diebskäferarten wie Messingkäfer (Nipthus hololeucus) und Kugelkäfer (Gibbium psylloides, die den Materialschädlingen zugeordnet werden, zu den Vorratsschädlingen.

Aussehen

Der Käfer wird ca. 2,5 - 4 mm groß.

Entwicklung


Ein Weibchen kann bis zu 1000 Eier legen. Die Entwicklung dauert bei Raumtemperatur 3-4 Monate.

Vorkommen und Bedeutung


Er ist nachtaktiv und lebt an trockenen Pflanzenstoffen, zum Beispiel an Samen, Gewürzen, Dörrobst, Mehl, Kakaobohnen oder Pulver, Mandeln, Roggen, Mais, Fischmehl oder auch an Futtermitteln. Auch können sie sich an trockenem Aas und in Vogelnestern entwickeln. der erwachsene Käfer nagt im Gegensatz zur Larve auch an Textilien.

Schaden


Obwohl er als Lagerschädling gilt, kann er im Haushalt ebenso, nicht unerhebliche Schäden anrichten. Teppiche, Pelze, Textilien und Insektensammlungen werden vom Käfer beschädigt.

In befallenen Vorräten findet man die dickwandigen Puppenkokons, meist an der Innenseite von Verpackungsmaterial festsitzend. Verpackungsmaterial oft durchlöchert. Befallenes Gut wird durch Sekretfäden stark verschmutzt.

Gegenmaßnahmen


Ist ein Objekt befallen, ist die Bekämpfung nicht ganz einfach und sollte dem Fachmann überlassen werden.

Empfehlung: Hohlraumbehandlung mit Silikatstäubepuder evtl. verbunden mit Wachstumshemmern.

Aber auch die Beseitigung von organischen Rückständen, die Entfernung von Futtermittel oder Resten und das Reinigen von Fugen, Ritzen und unter Holzböden, hilft den Befall zu tilgen. Siehe auch Messing- und Kugelkäfer)

Einen Schädlingsbekämpfer in Ihrer Nähe finden Sie hier.

 

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