Filzlaus

 

Phthirus pubis


Filzläuse sind nicht ganz so gefährlich wie Kleiderläuse, die den gefürchteten Flecktyphus übertragen. Die sechsbeinigen Tiere mit einem mit drei winzigen Stiletten ausgerüsteten Stechrüsselchen (von denen eines wie eine Säge arbeitet), verursachen aber lästiges Jucken. jeder Stich hinterlässt auf der Haut einen blauen Fleck.

Aussehen

 

Filzläuse sind deutlich kleiner als die Kopf- und Kleiderläuse.

Sie sind von gedrungener Gestalt, annähernd trapezförmig gebaut und nur 1 bis 1,5 mm lang. Filzläuse weisen eine, grauweiße Farbe auf.

Das erstes Beinpaar ist feingliedrig, die nachfolgenden Extremitäten kurz, gedrungen und stark gekrümmt.

Die Klammerfüße sind sehr stark entwickelt und geben der Filzlaus zusammen mit der Körperform ein krabbenartiges Aussehen.

 

Entwicklung


Jedes Weibchen legt rund 25 Eier (Nissen), die einzeln an die Haare geklebt werden.

Die Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen Tier beträgt rund drei Wochen.

Die Filzlaus gehört zu den "stillsitzenden Arten". Hat sie sich am Menschen angesiedelt, ergreift sie die Haare des Wirts, bohrt ihre Mundwerkzeuge in die Haut und saugt mehrere Stunden lang Blut, nur von kurzen Pausen unterbrochen.

Dieser gewaltige Appetit erklärt, warum die Laus innerhalb von ein bis zwei Tagen abstirbt, wenn sie von ihrem Wirt getrennt ist und keine Nahrung mehr erhält.

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Vorkommen und Bedeutung


Ihr bevorzugter Aufenthaltsort sind die Körperhaare und ganz besonders die Schamhaare.

Der breite Körperbau der Filzläuse ist dem weniger dichten Haarwuchs auf dem Unterleib gut angepaßt. Bei stark befallenen Menschen können Filzläuse auch in den Achselhöhlen, im Bart und manchmal sogar in den Augenbrauen und den Wimpern vorkommen. In extremen Fällen werden die dünnen Haare von Babys befallen.

Hauptsächlich werden Filzläuse durch direkten Körperkontakt, meist beim Geschlechtsverkehr, übertragen, aber auch durch Kleider, Toilettenbrillen oder Schlafsäcke.

Aber das Vorkommen, selbst bei Kleinkindern zeigt, daß es auch andere Verbreitungswege gibt. Diese Wege sind zum einen gemeinsam genutzte Kleidung, zum anderen gemeinsam genutzte Bettwäsche und Handtücher. Abgefallene oder abgesteifte Haare, an denen sich die Filzlaus klammert und auf eine andere Person übertragen wird, sind eine weitere Möglichkeit

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Bahandlung / Therapie


Vor ein paar Jahrzehnten noch, wurde die Scham- und Achselbehaarung, aber auch das Barthaar wegzurasieren. Allerdings können auch die Augenbrauen und die Randzonen des Kopfhaars befallen sein, sodass sich auch ein Haarschnitt und eine peinlich genaue Untersuchung der gesamten Behaarung empfiehlt. Auch sollte die Kleidung gewaschen und heiß getrocknet werden.

In der medikamentösen Behandlung eines Filzlausbefalls werden heute Lindan - z.B. Jacutin - und Pyrethrumpräparate eingesetzt.

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