Kräuterdieb

Ptinus fur


Dieser Käfer ist bei uns heutzutage nicht so häufig zu finden wie z.B. der Messing- oder der Kugelkäfer. Er tritt nur gelegentlich als Schädling bei uns auf.

Er zählt im Gegensatz zu anderen Diebskäferarten wie Messingkäfer (Nipthus hololeucus) und Kugelkäfer (Gibbium psylloides, die den Materialschädlingen zugeordnet werden, zu den Vorratsschädlingen.

Aussehen


Der Kräuterdieb weist einen Geschlechtsdimorphismus auf. Das Weibchen ähnelt in Form und Größe dem Australischen Diebskäfer, trägt aber zusätzlich zwei verwaschene weißliche Flecken auf jeder Flügeldecke. Das Männchen ist sehr viel schmaler als das Weibchen.

Entwicklung


Wie beim Australischen Diebskäfer beschrieben. Die Weibchen legen jedoch ca. 50 Eier.

Vorkommen und Bedeutung


Er ist nachtaktiv und lebt an trockenen Pflanzenstoffen, zum Beispiel an Samen, Gewürzen, Dörrobst, Mehl, Kakaobohnen oder Pulver, Mandeln, Roggen, Mais, Fischmehl oder auch an Futtermitteln 

Der Kräuterdieb richtet jedoch nicht so großen Schaden an wie der Australischen Diebskäfer. Man findet diesen Käfer bei uns sowohl im Freien als auch in Häusern. Insbesondere Fachwerkgebäude oder Häuser mit Schüttböden bieten ihm gute Lebensräume.

Gegenmaßnahmen


Ist ein Objekt befallen, ist die Bekämpfung nicht ganz einfach und sollte dem Fachmann überlassen werden.

Empfehlung: Hohlraumbehandlung mit Silikatstäubepuder evtl. verbunden mit Wachstumshemmern.

Aber auch die Beseitigung von organischen Rückständen, die Entfernung von Futtermittel oder Resten und das Reinigen von Fugen, Ritzen und unter Holzböden, hilft den Befall zu tilgen. Siehe auch Messing- und Kugelkäfer)

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