WanderRatte |
Rattus norvegicus |
|
In menschlichen Siedlungen lebt sie hauptsächlich in den Abwasserkanälen. wo sie sich von Küchenabfällen ernährt und ihr Nest aus Papier. Watte oder ähnlichen Stoffen haut. Dazu sucht sie einen trockeneren Platz. Bricht ein Abwasserrohr, so dringen die Ratten durch die Öffnungen in umgebende Räume und erzeugen erhebliche Zerstörungen. An einigen Stellen unserer Erde muss man rechnen, dass fast die Hälfte aller Lebensmittel von Ratten gefressen wird. So weit geht das bei uns nicht, aber die Verluste sind trotzdem beträchtlich. Unter günstigen Bedingungen in Getreidemagazinen und Ställen vermehrt sich die Wanderratte das ganze Jahr und ist überaus fruchtbar. Ein Rattenpaar und seine Nachkommen erzeugen im Jahr etwa 1000 Individuen! Die Ratten leben in Rudeln und erkennen sich am Geruch. Sie sind scheu und meist im Dunkel aktiv. Sie wagen sich selten auf offene Plätze, sondern bewegen sich entlang von Mauern und Wänden. Die Anpassungsfähigkeit der Wanderratte ist sehr groß und sie verdrängte bald die Hausratte. Sie fühlt sich in den verschiedensten Lokalitäten wohl, ist aber hauptsächlich an Wohnhäuser, Lager und Ställe gebunden, wo sie die feuchtesten Orte vorzieht. Die Wanderratte ist Allesfresser, sie nimmt ebenso gern pflanzliche wie tierische Kost und kann auch als Räuber auftreten und junge Enten und Hühnerküken töten. Wie bei den Mäusen besteht die Zerstörung vor allem im Zernagen der Verpackung und in der Verunreinigung durch Kot und Urin. Diese Stoffe enthalten manchmal Krankheitskeime und können Gefahren für die Gesundheit des Menschen und seiner Haustiere bedeuten. |
|
| Aussehen | |
|
|
|
| Entwicklung | |
|
|
Vorkommen und Bedeutung |
|
Die Anpassungsfähigkeit der Wanderratten ist sehr groß und sie verdrängten bald nach ihrem ersten Auftreten in Mitteleuropa die Hausratte. Sie fühlen sich in den verschiedensten Lokalitäten wohl, sind aber hauptsächlich an Bereiche in der Nähe von Wohnhäusern, Lagergebäuden und Ställen gebunden. In unseren Siedlungen leben sie hauptsächlich in Erdbauten in der Nähe von Bachläufen oder Teichen. Auch in Abwasserkanälen siedeln sich die Tiere an. Die Wanderratte sucht zur Nahrungsaufnahme oftmals Müllcontainer oder ähnlich unhygienische Plätze oder aber auch Vorratsräume auf. Sie ist ein Allesfresser und nimmt ebenso gern pflanzliche, wie tierische Kost zu sich. Nicht selten dringt sie in Geflügelfarmen ein und kann als Räuber auftreten und junge Enten und Hühnerküken töten. Ihre Nester werden an einem trockenen Ort mit gesammeltem Papier, Watte oder ähnlichen Stoffen ausgepolstert. |
|
| Krankheitsüberträger | |
Die Wanderratte hat einen großen Aktionsradius bei ihren Wanderungen zur Nahrungssuche und zur Erschließung neuer Nistmöglichkeiten. Auf dem Weg durch die Kanalisationen, über Müllhalden, die Müllbehälter in den Wohngebieten, aber auch durch Stallungen, Kompostanlagen und andere Orte mit organischem verrottenden Material, ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, vorhandene Krankheitserreger im Fell mitzuschleppen. Aus dem Mittelalter sind uns verheerende Pestepidemien überliefert, deren Ursache vor allem die Dennoch können von der Ratte auf Grund ihrer Lebensweise auch heute noch verschiedene Krankheitserreger vor allem auf die Lebensmittel des Menschen übertragen werden. Beispiele hierfür sind: Salmonellen (Durchfallerkrankungen), Leptospiren (Weilsche Krankheit) und Toxoplasmen (Toxoplasmose). Auch an der Ausbreitung von Tierseuchen (Schweinepest, Maul- und Klauenseuche) sind Ratten häufig als Überträger der Krankheitserreger beteiligt. Die seit längerem beliebte Haltung von Zuchtratten stellt hingegen keine solche Gefahr für die Gesundheit dar. |
|
| Vorbeugung | |
|
|
| Bekämpfung | |
Die Bekämpfung selbst darf nur von Fachkräften (Schädlingsbekämpfer/-innen mit Sachkundenachweis) und mit zugelassenen Mitteln und Verfahren durchgeführt werden. Zu einer ordnungsgemäßen Bekämpfung gehört auch das Einsammeln der Giftköder und der Tierkadaver nach Abschluss der Maßnahme. Bekämpft werden Wanderratten oftmals großflächig in Städten und Gemeinden. Umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen mit Ködern, die Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmer) enthalten, werden an der Erdoberfläche in der Nähe der Laufwege der Tiere und in der Kanalisation vorgenommen. Aus Sicherheitsgründen werden die Köder an der Erdoberfläche in verschließbaren Behältnissen ausgebracht. Da Wanderratten permanent unsere Gebäude durch Zuwanderung bedrohen, bringen Einzelmaßnahmen keinen durchschlagenden Erfolg. Nur kontinuierlich durchgeführte und überprüfte Bekämpfungen nach einem festen System, führen zu einem dauerhaft wirkungsvollen Schutz vor Wanderratten |
|