Gemeine Stechfliege - Wadenstecher

  Stomoxys caiciltrans
Gemeine Stechfliege - Wadenstecher - Stomoxys caiciltrans


Gemeine Stechfliege, auch Wadenstecher genannt


Aussehen

Gemeine Stechfliege - Wadenstecher - Stomoxys caiciltrans


Die Stomoxys caiciltrans sieht der Stubenfliege ähnlich, wird 6 bis 7 mm groß, hat aber einen nach vorne gerichteten, zugespitzten Stechrüssel, der deutlich über den Kopf hinausragt.

Ein Laie kann den Wadenstecher gewöhnlich nicht von einer Stubenfliege unterscheiden. Daher geht oft die Meinung einher, das Fliegen im Herbst anfangen zu stechen.
                                                                                                                              
Biologie

Die Gemeine Stechfliege legt ihre Eier vorwiegend auf Misthaufen mit faulendem organischen Material ab. Im Spätsommer und Herbst tritt sie vermehrt auf. Man findet sie dann in Schuppen, Ställen und Wohnräumen.

Schaden

Beide Geschlechter der Stechfliege sind Blutsauger und verursachen bei Menschen und Haustieren schmerzhafte Stiche.

Bei Kühen kann die Milch- und Mastleistung zurückgehen. Außerdem übertragen sie gefährliche Krankheitserreger, z.B. Milzbrand, infektiöse Anämie und Ruhr.

Stechfliegen sind auch Zwischenwirte verschiedener Geflügelbandwürmer. Durch den abwechselnden Aufenthalt auf Aas und Lebensmitteln ist diese Fliege nicht nur unappetitlich, sondern sie überträgt auch gesundheitsschädliche Keime und verschmutzt Nahrungsmittel.


Bekämpfung

 

Die Beseitigung der Befallsursache, d.h. die Beseitigung der Brutstätten, ist bei der Bekämpfung sehr wichtig. Abfälle sollten rasch entsorgt oder kühl gelagert werden.

Flüssige Verunreinigungen unbedingt vermeiden. Abfallbehälter sollten dicht schließen, Geruchsentwicklungen vermeiden und regelmäßig geleert und gereinigt werden.

Ein Schutz vor Schädlingen muss stets an der Außenwand eines Gebäudes beginnen.

Fliegen sind mit Hilfe von Fliegengittern zu einem großen Teil sicher aus Gebäuden fernzuhalten. In Lebensmittelbetrieben sind Fliegengitter inzwischen vorgeschrieben.

Ein absoluter Schutz ist aber dennoch nicht möglich. Eingedrungenen Fliegen können mit UV-Licht-Geräten bekämpft werden.

Hier bieten sich insbesondere UV-Lockfallen an die mit Klebetechnik arbeiten, da keine Insektenteile auf darunter liegende Lebensmittel fallen können.

In Notfällen kann ein starker Fliegenbefall vom Schädlingsbekämpfer unter Zuhilfenahme von Nebelpräparaten beseitigt werden. Eine Behandlung der Brutstätten und umher kriechender Maden ist mit Kontaktinsektiziden möglich und sollte vor einer Nebelbehandlung erfolgen.

 

Einen Schädlingsbekämpfer in Ihrer Nähe finden Sie hier.

 

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