Stubenfliege

  Musca domestica

Stubenfliege - Musca domestica

Die häufigste Fliege im Haus ist die Stubenfliege.

Sie ist fast immer in der Nähe von Nahrungsmitteln anzutreffen ist. Durch offene Fenster oder Türen dringt sie in Wohnungen und Küchen ein. Sie entwickelt sich aber nur selten in Gebäuden.

Aussehen:


Die erwachsene Stubenfliege wird ca. 7 - 8 mm groß, der Saugrüssel ist nach unten gerichtet und endet in einem gut erkennbaren Saugkissen.

Die Innenränder der Flügel überschneiden sich in Ruhestellung. Die Maden (Larven) sind drehrund, weißlich und etwas größer als die erwachsene Fliege. Die Made beendet ihre Entwicklung in einer bräunlich gefärbten Tönnchenpuppe.

Entwicklung


Die Maden der Stubenfliege leben in Dung, können sich aber auch in Küchenabfällen entwickeln. Wichtig ist ein hohes Maß an Feuchtigkeit im Entwicklungssubstrat. Das Weibchen legt bis zu 2000 Eier.

Im Sommer ist spätestens alle 2 bis 3 Wochen mit einer neuen Generation zurechnen. Unter günstigen Bedingungen, bei Temperaturen um 30° C, dauert die Entwicklung vom Ei bis zur fertigen Fliege nur 7 Tage.

Hat die Made ihre Entwicklung beendet, verlässt sie das Entwicklungssubstrat, kriecht umher (Wanderstadium) und sucht einen trocknen Ort zur Verpuppung auf. Nach der Puppenruhe verlässt die geschlechtsreife Fliege das Tönnchen.

Vorkommen und Bedeutung


Vieles deutet darauf hin, dass die Stubenfliege aus Afrika stammt und sich mit dem Menschen über die ganze Erde verbreitet hat. In nördlichen Breiten konnte sie erst Fuß fassen, als man begann, im Winter Haustiere in Ställen zu halten, was mit dem Beginn der Eisenzeit rund 400 v. Chr., geschah.

Die Stubenfliegen haben eine Vorliebe für menschliche und tierische Körperausscheidungen. (Schweiß, Kot, eiternde Wunden). Sie überträgt Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel:

  • Ruhr Typhus
  • Cholera
  • Salmonellosen
  • Kinderlähmung
  • Maul- und Klauenseuche u.a.

Als mögliche Krankheitsüberträger sind sie aus hygienischen Gründen speziell in Lebensmittelbereichen unerwünscht und ähnlich gefährlich wie Schaben. In Lebensmittelbetrieben und Restaurants werden die Maden während ihres Wanderstadiums auffällig, wenn sie ihr Entwicklungssubstrat verlassen (meist stark verschmutzte Müllbehälter). Die ekeligen Maden legen viele Meter zu ihren Verpuppungsplätzen zurück und sind dann für jedermann sichtbar.

Manchmal sieht man sehr kleine Tiere, die sich an Stubenfliegen festklammern. Das sind verschiedene Milben, die von den beweglichen Fliegen an andere Orte transportiert werden. Auch Bücherskorpione benutzen dieses Transportmittel. Es handelt sich um Arten, die an oder in Dunghaufen leben, aus denen die Fliegen schlüpfen und sie lassen erst wieder los, wenn die Fliege an ähnliche Stellen kommt.


Bekämpfung


Die Beseitigung der Befallsursache, d.h. die Beseitigung der Brutstätten, ist bei der Bekämpfung sehr wichtig. Abfälle sollten rasch entsorgt oder kühl gelagert werden. Flüssige Verunreinigungen unbedingt vermeiden.

Abfallbehälter sollten dicht schließen, Geruchsentwicklungen vermeiden und regelmäßig geleert und gereinigt werden.

Ein Schutz vor Schädlingen muss stets an der Außenwand eines Gebäudes beginnen. Fliegen sind mit Hilfe von Fliegengittern zu einem großen Teil sicher aus Gebäuden fernzuhalten. In Lebensmittelbetrieben sind Fliegengitter inzwischen vorgeschrieben.

Ein absoluter Schutz ist aber dennoch nicht möglich. Eingedrungenen Fliegen können mit UV-Licht-Geräten bekämpft werden. Hier bieten sich insbesondere UV-Lockfallen an die mit Klebetechnik arbeiten, da keine Insektenteile auf darunter liegende Lebensmittel fallen können.

In Notfällen kann ein starker Fliegenbefall vom Schädlingsbekämpfer unter Zuhilfenahme von Nebelpräparaten beseitigt werden. Eine Behandlung der Brutstätten und umher kriechender Maden ist mit Kontaktinsektiziden möglich und sollte vor einer Nebelbehandlung erfolgen.

Einen Schädlingsbekämpfer in Ihrer Nähe finden Sie hier.

 

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