Wühlmaus |
| Arvicola terrestris | |
Die Große Wühlmaus (auch Erd- oder Wühlratte) gehört zur Gattung der "Schermäuse" (arvicola). Sie zählt aufgrund ihrer starken Fraß- und Wühltätigkeit und der damit verbundenen Zerstörung der Grasnarbe zu den unangenehmsten tierischen Schädlingen im Garten. |
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Auf der Bauchseite treten bevorzugt hellere Farben auf. Charakteristisch ist der stumpfe Kopf mit den kleinen, im Pelz verschwindenden Ohren und ein kurz behaarter, leicht geringelter Schwanz (ca. halbe Körperlänge). |
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| Entwicklung | |
Zu einem Wühlmausbau gehören eins bis zwei Nester und im Herbst und Winter auch Vorratskammern, in denen Wurzelstücke gelagert werden. Wühlmäuse sind tag- und nachtaktive Tiere mit einem - auch im Winter - abwechselnden Rhythmus von 2-3 Stunden Aktivität und 3-4 Stunden Ruhezeit. Die Vermehrung der Tiere findet ab März/April bis September/Oktober statt. In dieser Zeit 2-4 Würfe mit durchschnittlich 4 Jungen abgesetzt. Von der Begattung bis zur Geburt vergehen nur etwa 3 Wochen. Die Jungtiere vom Frühjahr werden dabei noch im gleichen Jahr geschlechtsreif. Theoretisch könnte so ein Weibchen im Jahr bis zu 40 Nachkommen produzieren. Die Lebensdauer der Tiere beträgt nur etwa 2 Jahre. Das Gangsystem einer Wühlmaus ist - im Gegensatz zum Maulwurf - deutlich hochoval, glatt, fest und ohne Pflanzenreste. Man findet eher wellenförmige Linien an der Erdoberfläche. Die Erdhaufen selbst sind flach, eher unauffällig und werden seitlich vom eigentlichen Gangsystem aus aufgeschüttet |
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Vorkommen und Bedeutung |
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Durch Wühlmäuse sind in Obstplantagen und auch im Garten vorwiegend junge Bäume gefährdet. Die Schäden entstehen vor allem unbemerkt während des Winters. Sie werden erst entdeckt, wenn im Frühjahr Bäume bzw. Sträucher schwach oder gar nicht mehr austreiben. Die Pflanzen sitzen nicht mehr fest im Boden. Sie lassen sich leicht herausziehen und die Hauptwurzel sieht wie angespitzt aus. |
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Bekämpfung / Vorbeugung |
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Zu den wichtigsten natürlichen Feinden der Wühlmaus gehören die Wieselarten, vor allem das Mauswiesel. Aber auch Iltis, Marder und Katze sowie Eulen (insbesondere die Schleiereule) und Greifvögel (z. B. der Mäusebussard) stellen der Wühlmaus nach. Durch Aufstellen von Sitzstangen als Ansitz für Raubvögel oder durch Steinhaufen als Unterschlupf für Wiesel, kann deren Ansiedlung gefördert werden. Die besten Bekämpfungszeiträume sind der Spätherbst, solange der Boden offen ist und das zeitige Frühjahr, bevor die Vermehrung der Wühlmäuse beginnt. Dabei sollte möglichst großflächig bekämpft werden. Maßnahmen während der Sommermonate sind wenig effektiv. |
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Fallen |
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Den Gang vorsichtig freigelegen, von loser Erde säubern und die Falle in den Gang schieben. Sie sollte wenn möglich in die Gangöffnung eingepasst werden. Um der Falle im Gang einen festen Sitz zu verleihen, drückt man das Erdreich um die Falle an. Wenn Beköderungen möglich sind, können Möhren, Apfel, Kartoffel oder Sellerie als Köder verwendet werden. |
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Begasung |
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Kohlenmonoxid-Begasung Das beim Verbrennungsvorgang in speziellen Begasungsgeräten mit Benzinmotoren (nicht bei Dieselmotoren) oder Holzkohlevergasern sich entwickelnde Kohlenmonoxid kann mittels eines Schlauches in die Gänge geleitet werden. Die Wühlmaus erstickt. Kohlendioxid-Begasung (CO2) An Stelle der Begasung mit Kohlenmonoxid ist die Begasung mit Kohlendioxid (CO2) (Kohlensäure) aus handelsüblichen Stahlflaschen zu empfehlen. Als Ausrüstung benötigt man eine Kohlensäureflasche, einen Druckminderer und einen Schlauch zum Einleiten des Gases in das bewohnte Gangsystem. Vorteile gegenüber der Kohlenmonoxid-Begasung sind: keine Gefährdung des Anwenders - keine Belastung von Boden und Wasser - geringer finanzieller Aufwand gegenüber Begasungsgeräten Phosphorwasserstoff-entwickelnde Präparate sollten wegen der Gefährdung für den Menschen und Haustiere nicht eingesetzt werden. |
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